Mom Guilt - Schulgefühle als Mutter loslassen
- Katja Lenz

- vor 2 Minuten
- 3 Min. Lesezeit
Warum so viele Mütter sich schuldig fühlen und wie du diesen Kreislauf durchbrechen kannst
Kennst du das?
Du bist bei der Arbeit und hast ein schlechtes Gewissen, weil du nicht bei deinem Kind bist. Zuhause fühlst du dich schuldig, weil du gedanklich noch bei der Arbeit bist. Nimmst du dir Zeit für dich, meldet sich sofort eine innere Stimme:
"Ich müsste eigentlich etwas Sinnvolleres tun."
Willkommen im Kreislauf der Mom Guilt – einem Gefühl, das unzählige Mütter begleitet.

Was bedeutet Mom Guilt?
Mom Guilt beschreibt Schuldgefühle, die entstehen, weil Mütter glauben, den eigenen oder gesellschaftlichen Erwartungen nicht gerecht zu werden.
Sie fragen sich beispielsweise:
Bin ich eine gute Mutter?
Verbringe ich genug Zeit mit meinen Kindern?
Arbeite ich zu viel?
Kümmere ich mich genug um mich selbst?
Mache ich alles richtig?
Diese Gedanken können sehr belastend sein und dauerhaft Stress verursachen.
Woher kommen diese Schuldgefühle?
Es gibt viele Ursachen.
1. Der ständige Vergleich
In sozialen Medien scheint alles perfekt zu sein.
Die glückliche Familie.
Die perfekt aufgeräumte Wohnung.
Gesunde Mahlzeiten.
Entspannte Kinder.
Doch das ist meist nur ein kleiner Ausschnitt des Lebens.
2. Hohe Erwartungen
Viele Mütter möchten gleichzeitig:
liebevolle Mama
erfolgreiche Berufstätige
perfekte Partnerin
gute Freundin
organisierte Hausfrau
sportlich
entspannt
sein.
Ganz ehrlich: Diese Vielzahl an Rollen kann kaum dauerhaft erfüllt werden.
3. Eigene Glaubenssätze
Sätze wie
"Ich muss alles alleine schaffen."
"Ich darf keine Hilfe annehmen."
"Eine gute Mutter stellt sich immer zuletzt."
prägen unser Denken oft schon seit der Kindheit.
Die Folgen von Mom Guilt
Dauerhafte Schuldgefühle können dazu führen, dass
Stress zunimmt,
die Erschöpfung wächst,
das Selbstwertgefühl sinkt,
eigene Bedürfnisse verdrängt werden,
wir werden krank,
Freude am Familienleben verloren geht.
Was hilft gegen Mom Guilt?
Erlaube dir, nicht perfekt zu sein.
Kinder brauchen keine perfekte Mutter.
Sie brauchen eine Mutter, die authentisch ist.
Und dein Kind hat sich dich ausgesucht. Du bist die perfekte Mutter für dein Kind. Denn unsere Kinder möchten Erfahrungen machen und selbst wachsen an den Herausforderungen, die ihnen das Leben stellt.
Hinterfrage deine Gedanken.
Frage dich:
Würde ich einer Freundin dieselben Vorwürfe machen?
Oft sind wir zu uns selbst wesentlich strenger als zu anderen.
Das hat meist seinen Ursprung in unserer Kindheit. Wir übernehmen die Härte der Eltern uns gegenüber und tragen sie weiter.
Nimm Unterstützung an.
Du musst nicht alles alleine schaffen.
Familie, Freunde oder professionelle Begleitung dürfen entlasten.
Plane Zeit nur für dich ein.
Selbstfürsorge ist kein Egoismus.
Nur wenn du in deiner Kraft bist, kannst du auch langfristig für andere da sein.
Verändere deinen Blickwinkel.
Aus
"Ich bin keine gute Mutter."
wird
"Ich gebe jeden Tag mein Bestes."
Dieser Perspektivwechsel kann viel Druck nehmen.
Du darfst auch an dich denken
Eine glückliche Mutter ist kein Luxus.
Sie ist ein wertvolles Vorbild für ihre Kinder.
Wenn Kinder erleben, dass ihre Mutter gut auf sich achtet, lernen auch sie, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen.
Ich weiß: Diese Impulse hören sich gut an. Doch sie sind nicht wirklich leicht umsetzbar, sonst hättest du es schon längst getan.
Mit unserem Verstand bekommen wir Einiges klar. Doch es gibt eben die Muster, die uns in bestimmten Situationen getriggert, handeln lassen. Ausstieg nicht möglich. Ich spreche aus meiner eigenen Erfahrung als Mutter und als Coach.
Das was du verändern möchtest, kannst du verändern, wenn du in dir etwas veränderst. Die Lösung liegt in dir. Wir können gemeinsam in meinem Coaching für Mütter den Ursprung deiner Themen, die sich verändern sollen herausfinden und so die Weichen stellen. Wenn sich die Veränderung im Innen vollzieht, dann zeigt sie sich auch im Außen.




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