Erschöpfung bei Müttern - Warum Mütter sich dauerhaft erschöpft fühlen?
- Katja Lenz

- 30. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Kind und Karriere? Alles gar kein Problem. Du kannst das alles schaffen, wenn du dich nur genug anstrengst. Das lernen wir als Mädchen sehr früh!

Schon in der Krippe lernen wir, uns einzufügen, anzupassen und das zu machen, was andere Menschen von uns verlangen. In der Schule geht das Erfüllen der Erwartungen weiter. Leistung zählt: Höher, schneller, weiter. Studium oder Ausbildung und dann im Beruf. Manchmal müssen wir Frauen besser sein uns mehr beweisen als die Männer- aber das ist alles kein Problem. Wir schaffen das schon!
Erst letzte Woche berichtete eine Unternehmerin, welches Pensum sie am Wochenende zu bewältigen hat. Aus Sicht eines Außenstehenden einfach viel zu viel. Doch die Frau sagte: "Klara (Name geändert) schafft das schon." Dabei lächelte sie. Der Klassiker!
Den Anforderungen, die uns das Leben stellt, wird entsprochen. Die Aufgaben, die zu erledigen sind, werden erledigt. Und das wird nicht in Frage gestellt.
Doch warum ist das so?
Unsere Bedürfnisse werden schon früh nicht erfüllt.
Wir lernen uns anzupassen und den Erwartúngen zu entsprechen.
Beides erfahren wir dadurch, dass wir früh in Fremdbetreuung kommen und unsere Eltern - aus welchen Gründen auch immer - "nicht verfügbar sind" (physische und psychische Abwesenheit), so dass sie unsere Bedürfnisse (Nähe, Liebe, Geborgenheit, usw.) nicht erfüllen können.
Die Leistung steht im Vordergrund. Es zählt was zu leistest und wenig wer du bist und was du möchtest. Das lehrt uns unser Schulsystem und bereitet uns auf Gesellschaft und Beruf vor.
Du musst dich nur genug anstrengen. Dann kannst du auch alles unter einen Hut bringen. Kommen wir an unsere Grenzen - psychisch und physisch - stellen wir uns selbst in Frage und schlussfolgern wir sind zu schwach. Vielleicht kennst du dieses Gefühl, die Überzeugung : Ich bin nicht (gut) genug?
Vielleicht haben wir auch schon früh gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Das sind die besten Voraussetzungen, dass wir uns als Mutter im Alltag völlig verausgaben. Meist geschieht das bereits im Mutterleib. nicht selten fühlen sich die Mütter überfordert in der Schwangerschaft. Und so übernehmen wir bereits im Mutterleib Verantwortung für uns selbst und auch für unsere Mutter.
Die Emanzipation gaukelt uns vor, dass wir alles tun können, was wir wollen. Kinder und Karriere - alles gar kein Problem.
Doch wie reagiert die Gesellschaft, wenn du sagst, dass du dein Kind selbst betreuen und nicht arbeiten gehen möchtest? Du musst dich rechtfertigen. Abgesehen davon, welche Familie können es sich finanziell leisten, dass nur ein Elternteil arbeiten geht? Die Wenigsten.
Das heißt: Du bist Mutter, schmeißt den Haushalt (Im Besten Fall hilft dir dein Mann. Dieses Fass möchte ich gar nicht aufmachen an dieser Stelle.) und bist auch noch verantwortlich, dass ausreichend Geld in die Familienkasse kommt. Herzlichen Glückwunsch.
Und dann ist da noch dieser Wunsch in dir als Mutter, wie "Ich möchte es gut machen." oder "Meine Kinder sollen es besser haben als ich." oder "Ich möchte es besser machen als meine Eltern.". Und dieser Wunsch wird zum zusätzlichen Antreiber für dich.
Und wir wundern uns dann, dass wir irgendwann unter der Last zusammenbrechen. Eigentlich sagt uns unsere innere Stimme schon lange, dass wir kürzer treten sollten. Doch oftmals sehen wir einfach keinen Ausweg aus unserer Situation. Der Laden muss laufen. Wir laufen auf Autopilot. Das berichten viele Frauen in meinem Mütter-Coaching.
Doch wenn wir gemeinsam schauen, welche Muster und Programme dich handeln lassen, welche Traumata da vielleicht im Hintergrund schwelen und dir eine echte Lösung deiner Situation verwehren, dann ist es möglich, eine Lösung zu finden.
Wenn der Ursprung des jeweiligen Themas erkannt und verstanden wird, dann wird eine Auflösung möglich. Und dann findest du deinen Weg aus deiner Erschöpfung heraus. Das zeigt die Erfahrung aus meinem Mütter-Coaching und auch aus dem Coaching für Frauen in der Lebensmitte.
Oftmals kommt hinzu, dass unsere Kinder spüren, dass etwas nicht stimmt mit uns. Und sie zeigen durch ihr Verhalten, dass sich etwas ändern sollte:
sie triggern uns,
sie funktionieren nicht,
sie zeigen sich auffällig oder
sie werden krank.
Auch hier lässt sich ansetzen. Denn wir können gemeinsam herausfinden, was sich verändern darf, damit es deinem Kind wieder gut geht und du aus deiner Erschöpfung herauskommst.
Ich möchte dir Mut machen: Wie verfahren auch immer deine jetzige Lebenssituation sein mag - wir finden eine Lösung - wir finden DEINE Lösung.
Mehr Informationen findest dur hier: Coaching für Mütter
Und wenn der Körper bereits aufs sich aufmerksam macht, erhältst du hier weitere Informationen: Aktivierung der Selbstheilungskräfte
Herzliche Grüße
Katja




Kommentare